Die Vorbereitung

Anfang 2004 stand für uns fest, dass wir im Jahr 2005 ein Konzert geben wollen. Sofort begannen die ersten Überlegungen. Wo soll das Konzert stattfinden, wen laden wir ein, wie werden die Gäste versorgt? Und zu guter Letzt: Welche Lieder nehmen wir ins Repertoire? In regelmäßigen Treffen wurden diese Punkte geklärt sowie über die ersten Entwürfe für die Plakate und Programmhefte diskutiert und korrigiert. Nach vielen Vorbereitungen und Monate harter Arbeit der Musiker war es am 16.04.2005 dann endlich soweit. An diesem Abend konnten wir zahlreiche Schützen aus dem Garather Regiment, Personen aus der Politik, befreundete Vereine und viele interessierte Zuhörer in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche begrüßen.

Es geht los...

Nach einigen Begrüßungsworten unseres 1. Vorsitzenden Peter Hallen begann unsere musikalische Reise, die von Dirk Dammeyer moderiert wurde und mit dem "Spielmann-Express" startete. Langsam fährt der Zug im Bahnhof los, wird immer schneller und kommt nach einer rasanten Fahrt im Zielbahnfof an. Bei diesem Stück setzten wir ein eigens dafür gebautes Musikinstrument ein. Mit Schmirgelpapier umwickelte Holzklötze ersetzten wir die Schlagzeugbesen, um die Fahrgeräusche einer Dampflok zu imitieren. Mit diesem Lied nahm Georg ter Voert im Jahre 1996 am Kompositionswettbewerb des BDBV teil und belegte damit den 1. Platz.

Mit dem Namen Liza Minelli verbinden viele das Lied "Cabaret". In dieses entführten wir unsere Gäste nach der Musik von John Kander in einem Arrangement von Jörg Holland-Moritz. In den Niederlanden hat die Spielleute- und Blasmusik einen weitaus höheren Stellenwert als bei uns und wird auch in erheblichem Maße staatlich gefördert. Dadurch entwickelt sich auch ein großer Pool an individuellen und ungewöhnlichen Musikstücken. Eines davon ist die interessante Komposition des Niederländers J. G. Schroen "Flutes in Latin style".
Anschließend ging es mit der "Mühle im Schwarzwald" in eine Welt der Fantasie und Vorstellungskraft. Wenn man dabei die Augen schließt, kann man eine Auenlandschaft, durch die sich ein kleiner Fluss schlängelt und ganz zielstrebig auf die Mühle zufließt, sehen. Man kann Vögel zwitschern hören und eine angenehme Ruhe empfinden, bis das Wasser zur Mühle gelangt und beginnt, das Mühlrad zu drehen. Sobald es sich dreht, hört man drinnen das Hammerwerk, wie es seine Arbeit aufnimmt. Dann sieht man, wie das Wasser abfließt und das Hammerwerk zu schweigen beginnt. Nach dem doch etwas ruhigerem Stück erfreuten wir die Zuhörer mit einem hervorragend arrangierten Marsch nach der Musik von Erich Hinz in der Bearbeitung von Jarunek, der uns in die Stadt "Bad Gandersheim" führte.

Mit dem "Ponta Grossa Bayon" stand nun das zweite Stück von Herrn Schroen auf dem Programm. Auch hier gibt es wieder Rhythmen, die an lateinamerikanische Klänge erinnern. Besondere Beachtung liegen beim zweiten Teil dieses Stücks, in dem zuerst nachdenklichen und sehnsuchtsvoll die Alt- und Tenorflöten zu hören sind, die dann in der Wiederholung ein Zwiegespräch mit den Sopranflöten führen. Über die gesamte Dauer hinweg wird die Musik von kompletten Schlagwerk begleitet, in dem neben kleiner und großer Trommel nebst Becken auch Toms, Claves und Guiro zu hören sind.

Die Komponistin Sigrid Bork hat Musik aus bekannten Film- und Fernsehproduktionen zu "TV-Hits" zusammengefaßt und stimmig arrangiert. Die Einleitung führt unter Wasser mit der Musik von Klaus Doldinger aus "Das Boot". John Williams zeigt dann eindrucksvoll den "Krieg der Sterne", bevor Frank Duval bittet "Give me your Love". Mit den Dornenvögeln und der Titelmelodie aus "Ein Fall für zwei" geht dieses Medley zu Ende. Mit "Happy Marching Band", eine von Siegfried Rundel zu einem eingängigen Arrangement zusammengestellte Folge bekannter amerikanischer Musikstücke, beendeten wir den ersten Teil und entließen unsere Gäste in eine halbstündige Pause.

Bevor der zweite Teil unseres Konzertes begann, wurden den erfolgreichen D2-Absolventen, zu denen auch fünf unserer Mitglieder gehörten, durch den Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Düsseldorf Georg Pabst das silberne Leistungsabzeichen sowie die dazugehörigen Urkunden verliehen.


Nun waren unsere Kleinsten dran. Damit sie zeigen konnten, was sie während ihrer Ausbildung schon gelernt haben, trugen sie zwei kurze Stücke vor. Zu unserem Programm zählten ebenfalls drei altertümliche Lieder, die von fünf unserer Mitglieder auf Konzertflöten gespielt wurden. Mit Filmmusik ging es weiter. Da das Konzert in einer Kirche stattfand, eignete sich das Lied "Sister Act" in einer Bearbeitung von Georg ter Voert hervorragend. Auch das nächste Stück kommt aus diesem Genre. Aus dem Film "Der Clou", mit Paul Newman und Robert Redford in den Hauptrollen, spielten wir die Titelmelodie "The Entertainer" in einem Arrangement von Rolf Hinrichs. Es folgte "The Winners" von P. H. Wolters. Ein wirklich schöner und schwungvoller Marsch, dessen Bedeutung vor allem im Mittelteil mit einem interessanten Solo für die Schlagwerker zur Geltung kommt.

Als Dirigent hat man auch das ein oder andere Lieblingsstück. Das von Peter Hallen trägt den Namen "Hot and Sweet". Dieses Stück, komponiert von Klaus Tippenhauer, ist eine Mischung aus Samba und Rumba. Die Samba ist ruhig, rhythmisch-verspielt, darf aber auf keinen Fall zu langsam gespielt werden. Im Mittelteil folgt dann die Rumba, ruhig, melodisch und getragen. Natürlich durfte dieses Lied bei unserem Konzert nicht fehlen. Mit dem "Abba-Medley" nach einem Arrangement von Ron Sebregts in der Bearbeitung für Spielmannszüge von Georg ter Voert ging unsere musikalische Reise langsam zu Ende. Aber bevor wir zum letzten Stück kamen, hatten wir noch eine Überraschung für Peter Hallen. Für seine unermüdliche Arbeit in und um Blau-Weiß ernannten wir ihn zum Ehrenmitglied unseres Vereins. Mit dem deutschen Traditional "Muss i denn", in ein völlig neues Gewand gekleidet, verabschiedeten wir unsere Zuhörer.

Die vielen schweißtreibenden Stunden der Vorbereitung sollten nicht vergebens gewesen sein, denn wir können mit Fug und Recht sagen, dass unser Konzert ein voller Erfolg war. In der Pause und beim anschließenden Umtrunk bekamen wir viel Lob und Anerkennung für die gelungene Vorstellung. Dies hat uns in unserer Meinung bestärkt, mit unserem nächsten Konzert nicht zu lange zu warten.

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Newsflash

Wir haben einen Protektor!

Voller Stolz verkünden wir, dass Herr Peter Ries, Bezirksvertreter der Stadt Düsseldorf,  das Protektorat übernommen hat und uns unterstützt und fördert. Wir freuen uns sehr.